Kaniva, ein Passagemaker aus Aluminium

 

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Die Umlenkrolle für einen Vorholer der Flopperstopperbäume. Die Leine wird nach hinten auf einen Stopper geführt .


Es gibt Details, die werden kaum wahrgenommen, sind aber aufwendig zu bauen. Zum Beispiel das Achterdeckdach. Da es von unten verkleidet werden soll, braucht es einen Abschluss nach außen.



Hier ist ein Stück 5mm dickes Forex, ein leichtes Vollkunststoffmaterial, auf die Abschlusskante geschoben. Daraus wird später die Verkleidung, in die auch noch Lampen eingebaut werden sollen.


Der Übergang zur Schiebetür gestaltete sich besonders aufwendig.


Der vordere Bootsbereich hat wegen der durchgehenden Tankdeckel keinen tiefsten Punkt für eine Bilgepumpe. Dafür wurde ein Fach im späteren Flur vor der Treppe eingelassen, auf den Winkeln liegen dann die Bodenbretter.
Natürlich muß der Tank nach den Schweißarbeiten noch einmal auf Dichtigkeit geprüft werden. Dazu wird er mit Luft auf 0,5 bar aufgepumpt, und prompt zeigt sich eine undichte Stelle, erkennbar an dem Schaum in der Ecke. Integrierte eingeschweißte Tanks aus Alu sind nicht so leicht dichtzubekommen. Wer noch keine gebaut hat, kann es sich vielleicht nicht vorstellen, aber sogar viele Werftbauten haben Probleme mit undichten Dieseltanks.


Im Boot sind noch einige Details zu schweißen. Im Vordergrund das Podest für die Toilette, dahinter das Stehrohr für den Seewassereinlaß.
Der Ablauf für die Lenzpumpen ist nicht einfach anzuordnen. Wo Wasser raus kann, kann auch Wasser rein. Natürlich kann man ein Rückschlagventil einbauen, aber das ist die letzte Lösung, da es den Durchfluß enorm erschwert. Ein Kugelventil kommt nicht in Frage, es müsste sich automatisch mit Anlauf der Pumpe öffnen, zu kompliziert und anfällig. Ein belüfteter Ablauf unter Wasser, wieder ein Loch mehr im Rumpf.
Die Lenzleitung der vorderen Motorraumlenzpumpe geht fast mittschiffs nach oben und dann mit Gefälle gut über der Wasserlinie außenbords. Theoretisch kann da also kein Wasser reinkommen. Es fehlte noch der Abweiser außen vor dem Ablauf, und prompt sind bei der letzten Probefahrt durch Wellenschlag zwei Eimer Wasser hineingedrückt worden. Jetzt enden die Lenzabläufe oben in einem Kasten mit großem Volumen, welcher unten einen Ablauf mit Abweiser hat. Dadurch soll der Wellenschlag gedämpft werden, hoffentlich reichts.


Unter der Doppelkoje im Vorschiff lagern zwei Wassertanks. Dies sind die Halterahmen dafür, davor der Batteriekasten.


Nachdem nun voraussichtlich alle Schweißarbeiten im Boot abgeschlossen sind, kommt die große Säuberung. Um die Schweißrauchrückstände und sonstige Verunreinigungen zu entfernen, wird das gesamte Boot innen mit Hochdruck abgespritzt, alle Flächen mit Schleifvlies und Seifenwasser abgerieben, und nochmals mit Hochdruck abgespült. Eine anstrengende, aber befriedigende und witzige Arbeit. Das Spülwasser sammelt sich natürlich unten im Boot und muß immer wieder rausgepumpt werden.


Da sich an den Wassertanks oft Kondenswasser bildet, werden sie mit Hartschaumplatten umgeben und so vom Innenraum getrennt.


Nach langem Hin und Her wird die Isolierung eine Kombination von geklebten Hartschaumplatten und aufgespritztem PU-Schaum. Die Rumpfflächen sind angeschliffen und werden teilweise mit Schaumplatten beklebt. Auf die Spanten kommen kleine Schaumstreifen, damit man später beim Glattschleifen des Spritzschaumes eine Abstandskontrolle hat.


Einige Leitungen verschwinden in der Isolierung, hier die Leerrohre für die Batteriekabel und eine Tankbelüftung. Die dickeren Rohre sind die Wassertankbefüllungen. Für eine zweite Tankeinfüllung oder ein Umschaltventil ist kein Platz vorhanden, schließlich soll kein Zentimeter Kojenbreite verlorengehen. Mit dieser Rohranordnung füllt sich immer erst ein Tank und dann der andere.


Die Aufbauseiten sind mit Platten beklebt, die Unterkante schon richtig abgeschnitten. Das erleichtert das spätere Verkleiden enorm.


Die Duschwanne muss schon angefertigt werden, da sie mit eingeschäumt wird. Seit Jahren grübel ich über die Duschkabinenkonstruktion. Jetzt habe ich mich für eine aus Mineralwerkstoff entschieden. Die Wanne besteht aus Corian, die Wände werden aus dem dünneren Getacore bestehen. Corian ist schwer, teuer und aufwendig zu verarbeiten, aber das Ergebnis ist einfach super.


Da der Abfluss nicht mehr von unten zugänglich sein wird, ist er ein besonders kritisches Detail.
Die Ausfräsung in der vorderen Seite dient nur der Gewichtseinsparung. Das Ergebnis steht aber in keinem Verhältnis zum Aufwand.


Das Schöne an Corian ist die fugenlose Verarbeitung. Mit einer Hohlkehle in den Ecken wird selbst das Putzen zum Vergnügen!


Die Duschwanne in Position. Dahinter liegt die Lenzleitung mit Belüftung neben dem oberen Bogen. Der dünne Schlauch dafür verläuft hinter dem Schaum und endet im Lüfterkasten.


Hinter dem Holzkasten liegen die Tankbelüftungsleitungen, Kabelrohre und die Entlüftungsleitung für das Kompostklo - - - für was? Ja, Kaniva bekommt zwei Toiletten: Eine normale Bootstoilette und ein Kompostklo, aber davon später.


Die Diesel- und Heizöltankbelüftungsleitungen müssen sehr sorgfältig mit stetiger Steigung verlegt werden, bei fünf Tanks mit teilweise doppelten Leitungen nicht ganz einfach.


Die Luken bekommen provisorische Rahmen, die Lüfter Kunststoffrohre und die Fenster eine Umrandung aus Schaumprofilen.

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