Kaniva, ein Passagemaker aus Aluminium

 

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Kaniva soll bald wieder funktionieren, dazu gehört natürlich die Elektrik. Überall liegen unzählige Kabel.



Die Schalttafel von hinten.


www.passagemaker.de

Der Kühlschrank-Kompressor hat keinen Lüfter zur Kühlung, sondern einen Wärmetauscher, welcher normalerweise außenbords montiert wird und ohne zusätzliche Pumpe funktioniert. Um einen Rumpfdurchbruch zu vermeiden, ist der Wärmetauscher in einem kleinen eingeschweißten Kasten im Motorraum eingebaut, welcher mit Kühlflüssigkeit gefüllt ist. So gibt er die Wärme über das Aluminium an das Seewasser ab.


Der Wärmetauscher aus Bronze ist vom Rumpf isoliert in einen Kunststoffdeckel montiert. Oben rechts ist der Kompressor noch lose zu sehen.


Damit die empfindlichen Kälteleitungen vor versehentlichen Fußtritten geschützt sind ist eine Abdeckung notwendig. Der kleine blaue Mülleimer erfüllt diese Funktion und praktisch ist er auch noch.


Nun zum Kraftstoff: Es gibt zwei völlig getrennte Systeme, eins für Heizöl und eins für Diesel, verteilt auf fünf Tanks. Jeder Tank hat 19mm Entnahme- und Rücklaufleitungen, damit kann man den Inhalt zwischen den Tanks hin und her pumpen oder den Tankinhalt durch einen Filter zirkulieren lassen. Dazu bekommt jedes System zwei Kreiselpumpen: Eine Pumpe bringt Bewegung in den Tank mit 110 L/min bei 0 Gegendruck laut Datenblatt (in echt ist das natürlich weniger), die andere Pumpe fördert aus diesem Strom etwas durch den Filter, der nicht so viel Durchfluß verkraftet. Die Pumpen bekommen noch eine Zeitsteuerung, dann kann man in regelmäßigen Abständen jeden Tankinhalt durchfiltern, damit sich keine Ablagerungen bilden oder Mikroben ihr Unwesen treiben. Im Moment ist nur jeweils eine Pumpe montiert, hier durch den Heizölfilter oder Blech verdeckt.


Auf den Filter im Dieselsystem kann umgeschaltet werden, falls der Filter in der Motorzuführung im laufenden Betrieb gewechselt werden muß. Alle Filter haben Druckanzeigen, damit man sehen kann, wann das Element gewechselt werden muß.


Die Tanks sind mit Schaurohren versehen und ausgelietert. Der Entnahmetank des Motors hat 20 L , die anderen Tanks haben 100 L Markierungen. In einer ruhigen Minute wird die Beschriftung noch etwas hübscher gestaltet.


Der Bereich unter der Wellendichtung ist mit einem Blech abgeteilt. Darin ist ein Schwimmerschalter mit einer kleinen Lenzpumpe. Wenn dort Wasser eindringt oder durch den darüber endenden Belüftungsschacht herunterkommt gibt es einen Alarm. Der erfolgt so wesentlich früher als wenn das Wasser erst zur unteren großen Lenzpumpe laufen muß.


Hier sind gleich mehrere Dinge versammelt: Links ein langsamlaufender ölloser Kompressor, welcher über den Inverter versorgt wird. An einem langen Schlauch sitzt ein geeigneter Lungenautomat, damit kann man fast unbegrenzt unter dem Boot tauchen. In der Mitte die Webasto Wasserheizung, im Vordergrund zwei Trinkwasserpumpen. Jeder der vier Wassertanks bekommt eine eigene Pumpe und später noch jeweils ein Magnetventil. Damit kann man auf Knopfdruck die Entnahme bestimmen, das Wasser ohne komplizierte Ventilsysteme zu Trimmzwecken hin und her pumpen, und bei Ausfall einer Pumpe kann man einfach auf eine andere schalten.


Das Heizungswasser der Webasto durchläuft erst den Boiler (wegen des Leitungsquerschnitts parallel durch zwei Heizschlangen), bevor es zu den Heizkörpern fließt. Oben der Warmwassermischer.


Die Pumpe in der Webasto ist nicht angeschlossen, dafür gibt es eine externe fast geräuschlose Umwälzpumpe links im Bild. Die läßt sich einzeln anschalten wenn mit dem Motor geheizt werden soll. Das geht über einen Plattenwärmetauscher, der links neben der Pumpe in einer Hartschaumisolierung sitzt. Rechts neben der Pumpe ist ein Entleerungsventil, dort kann mit einer kleinen Handpumpe das Heizungssystem auch befüllt und Druck aufgebaut werden. Für den Sommerbetrieb gibt es einen Bypass des Heizkreislaufs nur für Warmwasser.


Für 240V Verbraucher gibt es einen 3000W Inverter. Mit dem roten Schalter lassen sich zweipolig alle Stromeinspeiser (Solar, Wind, Netzteil) abschalten.


Im Batteriekasten befinden sich vier Sonnenschein Gel Batterien (SB12/185). Nach vier Break-in-Zyklen (vergrößert die aktive Oberfläche) haben sie gemessene 400 Ah (C20) bei 24V. Wenn der Blechdeckel dicht verschraubt ist (es gibt eine Entlüftungsleitung), hoffen wir mindestens die nächsten 10 Jahre dort nicht mehr ran zu müssen. Auf unserem letzten Boot hat die Gel-Batterie 13 Jahre gehalten. Die dünnen Leitungen sind von Temperaturfühlern.


Die Lichtmaschine hat eine zweite Keilriemenscheibe bekommen. Die ist auch nötig, denn nach einem sanften Hochfahren durch den Ample-Power Regler pumpt die LiMa max.130 A in die Batterien.


Der Masttop ist voller geworden: Ein zusätzliches Fall vor dem Vorstag, eine Windmessanlage, ein aktiver Radarreflektor, ein Zweifarb- und ein Hecklicht sowie eine UKW-Antenne.


Ein passiver Radarreflektor ist auch noch an den Mast gekommen.


Der neue Propeller sagt ganz deutlich: Es soll mehr gesegelt werden. Das hat einen Grund, aber davon später...


Vor dem Propeller ist ein Leinenschnibbler montiert. Eine strömunsungünstige und fast wirkungslose Messerscheibe kam nicht in Frage. Auf unserem letzten Boot hatten wir einen Spurs. Der funktionierte gut, brauchte aber oft neue Lagerschalen und hat sich dann durch Lochfrass selbst zerstört.

Dies ist ein Quickutter, ohne bewegte Teile, er soll selbst dünne Drahtseile zerschneiden. Wir werden sehen.


Die Segelwerkstatt Stade hat drei neue Segel gebaut. Hier werden an Bord die Halsstrops aus Dyneema gespleißt.


Auf dem Dach sind alle Solarzellen montiert und angeschlossen, auch die beiden Windgeneratoren sind angebaut. Aus Zeitmangel stehen sie auf fest verschweißten Rohren, die werden später klappbar gemacht.


Bei trübem Wetter bringt die kleine Fock etwas Farbe ins Bild.


Das Wetter hat den Rückwärtsgang eingelegt. Statt langsam wärmer zu werden und den Frühling einzuläuten gab es Schneefall und Kälte wie schon lange nicht mehr. Aber die Heizungsanlage ist zum Glück fertig und die Fußbodenheizung verbreitet eine komfortable Wärme.

© 2017 www.kaniva.de
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